Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.

„Man muss herausfinden, wie die Lebewesen und die Dinge

sich bewegen und wie sie sich in uns spiegeln."     Jacques Lecoq

 

Foto: Sigi FischerFoto: Sigi FischerDie handwerkliche Ergänzung zu meinem Regie-Studium an der Bayerischen Theaterakademie in München fand ich in der Ausbildung zur „Mimin“ an der „École Internationale de Théâtre Jacques Lecoq“. Lecoq gründete 1956 seine internationale Theater-Schule in Paris und schuf in ständiger Weiterentwicklung mit seinen Studierenden eine bis heute lebendige, einzigartige Pädagogik und Schauspielmethode für das Theater. Meine Arbeit als Regisseurin, Spielerin, Trainerin und Coach basiert auf dieser Methode.

Gutes Schauspiel braucht wahrhaftige Emotionen und körperliche Bewusstheit.

Ein guter Darsteller spielt mit einer Bandbreite an Emotionen und weiß um das Innenleben seiner Figuren, vor allem aber besitzt er auch die Fähigkeit, dies über seinen Körper nach Außen zu senden. Was er fühlt und denkt, seine innere Haltung, möchten wir, als sein Publikum, in seinem Gesicht, in seiner Stimme, aber auch in seinem Körper sehen.

Die physische Theatermethode in der Tradition von J. Lecoq - französischer Theaterpädagoge, Schauspieler, Mime, Regisseur - vermittelt ein Handwerk, das den Körper in den Mittelpunkt stellt: Er ist zentrales Ausdrucksmittel und Ausgangspunkt aller Kreation. Die Spieler*innen erfahren ihren Körper als ganzheitliches Instrument für das darstellende Spiel und erlernen ihn lesbar zu machen. Sie erreichen körperliche Bewusstheit, Ausdrucksstärke, Präsenz, Unmittelbarkeit, Verwandlungsfähigkeit und darstellerische Vielfalt.

Alles ist in Bewegung, alles ist Bewegung. Bewegung ist Emotion, Emotion ist Bewegung.

Mit dieser Methode erfahren die Spieler*innen, dass sie alles was Bewegung ist, mit dem Körper ausdrücken können. Sie entwickeln die Verbindung zwischen innerer und äußerer Haltung, lernen ihre Umgebung ganz neu wahrzunehmen, zu beobachten – Menschen, die Natur, Tiere, Elemente, Licht, Farben, die stoffliche Welt, Materialien  und ins Spiel zu bringen. Sie erlernen Bewegungen zu analysieren, den Rhythmus und die Dynamik in den Körper zu bringen und so für die szenische Kreation und Figuren/Rollen/Charaktere zu nutzen. Sie entdecken die Kunst des kleinen und großen Spiels - von naturalistisch bis überhöht, von fein zu grotesk.

Pure Neugier und Lust auf Lernen treiben mich immer wieder an. Beständige Fortbildung gehört für mich einfach dazu.

In meiner Arbeit als Trainerin, Spielerin und Regisseurin bleibe ich stets in Bewegung. Immer wieder suche ich neue Herausforderungen, Methoden und Lernmöglichkeiten. So sind Übungen aus anderen Praktiken des Bewegungstheaters gezielt in mein Training eingeflossen - insbesondere das Schauspieltraining von Michael Tschechow, dessen Methode ich durch meine Arbeit mit der Werkstattbühne Stuttgart (Ulrike K. Hanne) kennenlernen konnte.

Übungen aus dem Qigong oder Yoga sind für mich ein unerlässlicher wichtiger Bestandteil meines Warm-Ups geworden. Zahlreiche weitere praktische Erfahrungen z.B. aus den Bereichen Rhythmik, Sprecherziehung, Gesang, Atem-/ Tanztherapie, Faszientraining bereichern meine Lehre. Fortbildungen in u.a. Pantomime (Peter Mim/ Hannover, Yass Hakoshima/ New York), Maskenspiel (Steve Jarand/ Kanada) und Method Acting (Susan Batson/ New York) gaben mir immer wieder neue Impulse. Zuletzt absolvierte ich 2017/18 das Jahresprogramm "Funktionale Stimmpädagogik" bei Susanne Eisch/ Minden nach Eugen Rabine.